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The Affair: Review der Showtime-Serie

Fernsehen · 2014-10-12 · xtowin

Showtime's 'The Affair' ist eine ambitionierte Serie, die die Geschichte einer außerehelichen Affäre aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Jede Episode ist in zwei Hälften geteilt: die erste zeigt die Ereignisse aus der Sicht von Noah, einem verheirateten Lehrer und aufstrebenden Autor, die zweite aus der Sicht von Alison, einer Kellnerin, die mit der Trauer über den Tod ihres Kindes kämpft.

Diese Erzählstruktur ist das Herzstück der Serie und macht sie so faszinierend. Die beiden Versionen derselben Ereignisse unterscheiden sich oft erheblich, wobei jede Person sich selbst in besserem Licht sieht. Diese subtilen Unterschiede werfen Fragen über Erinnerung, Wahrnehmung und Selbstbetrug auf. Welche Version ist die Wahrheit? Die Serie deutet an, dass vielleicht keine der beiden vollständig korrekt ist.

Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend. Dominic West und Ruth Wilson bringen Nuancen in ihre Rollen ein, die sie jenseits typischer Affären-Klischees heben. Ihre Chemie ist spürbar, aber die Serie zeigt auch die Schäden, die sie in ihren jeweiligen Familien anrichten. Maura Tierney als Noahs Ehefrau Helen liefert eine herzzerreißende Darstellung einer Frau, die erkennt, dass ihre Ehe in Trümmern liegt.

The Affair ist keine leichte Unterhaltung. Die Serie ist langsam, nachdenklich und oft deprimierend. Sie stellt unbequeme Fragen über Liebe, Verlust und die Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Für Zuschauer, die erwachsene, komplexe Dramen schätzen, ist The Affair ein fesselndes psychologisches Portrait, das noch lange nach dem Abspann nachwirkt.

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