Die Angst vor den Icons: Assassin's Creed Unity
Assassin's Creed Unity hätte der krönende Abschluss für die jährliche Franchise werden sollen, stattdessen wurde es zu einem Symbol für die Probleme der modernen Spieleindustrie. Das Spiel, das im revolutionären Paris spielt, versprach atemberaubende Grafik und eine komplett überarbeitete Engine. Was die Spieler jedoch bekamen, war ein technisches Desaster voller Bugs und Performance-Problemen.
Die berüchtigten gesichtslosen NPCs wurden zum Meme im Internet und symbolisierten die überstürzte Veröffentlichung. Spieler berichteten von Abstürzen, Framedrops und Missionen, die sich nicht abschließen ließen. Ubisoft musste sich für den Zustand des Spiels entschuldigen und bot kostenlose DLCs als Entschädigung an. Es war ein PR-Desaster, das Fragen über die jährliche Veröffentlichungsstrategie der Franchise aufwarf.
Unter den technischen Problemen verbirgt sich jedoch ein durchaus interessantes Spiel. Paris ist wunderschön nachgebildet, mit beeindruckenden Menschenmengen und detaillierten Gebäuden. Das überarbeitete Kampfsystem ist anspruchsvoller und belohnender als in früheren Teilen. Die Koop-Missionen bringen frischen Wind in die Serie und machen tatsächlich Spaß, wenn das Spiel stabil läuft.
Unity ist ein warnendes Beispiel dafür, was passiert, wenn Publisher Deadlines über Qualität stellen. Die Entwickler bei Ubisoft haben zweifellos ihr Bestes gegeben, aber die Zeit hat einfach nicht gereicht, um ein fertiges Produkt zu liefern. Spieler sollten vorsichtiger werden, wenn es um Day-One-Käufe geht, besonders bei jährlichen Franchises.