US-Serien 2014 / 2015: Ein kleiner Überblick

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Serien sind mein derzeit größtes Hobby. US-Serien, um genau zu sein, auch wenn ich hin und wieder auch mal Großbritannien (Utopia, The Honourable Woman) oder Skandinavien (Borgen, Die Brücke, Das Verbrechen) eine Chance gebe, die mitunter nicht minder gute Qualität abliefern – und wenn ich mir den ganzen Kram eh schon angucke, warum nicht hier auch ein paar Worte darüber verlieren?

Allerdings sehe ich keinen großen Sinn darin, über alle neuen Serien der TV-Saison zu schreiben, also beschränke ich mich auf die, bei denen ich zumindest in Hinblick auf Thema und Prämisse das Potential sehe, dass sie mich länger als zwei, drei Folgen vor dem Fernseher halten könnten. Das sind:

Madam Secretary – Review
„Madam Secretary will von großer Politik erzählen, ohne selbst auch nur in den Verdacht zu geraten, politisch sein zu können. Das kann und wird in dieser Form nicht funktionieren können – schade um das Cast.“

Scorpion
Die Ausnahme der oben genannten Regel; nur geguckt, weil es während Football ständig beworben wurde und unglaublich dämlich aussah. Ist es auch. In der entscheidenden Szene fliegt ein Flugzeug mit 250 km/h in zwei Metern Höhe über eine zu kurze Rollbahn, der Co-Pilot lässt sich aus der Avionics Bay auf dem Fahrgestell herab und wirft den „Helden“, die in einem Sportwagen unter dem Flugzeug herfahren, ein LAN-Kabel zu, das sie in einen Laptop stöpseln, um… ein Programm herunterzuladen!

Dass eine Serie über vermeintlich hochintelligente Menschen der mit Abstand dümmste Neustart des Jahres ist, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, davon abgesehen hält sich der Unterhaltungswert allerdings äußerst in Grenzen.

Gotham – Review
„Gothams Pilot verspricht viel und macht erfolgreich Lust auf mehr, ohne mich gänzlich davon überzeugen zu können, dass eine Batman-Serie ohne Batman auf Dauer Woche für Woche funktioniert.“

Black-ish
Eine Comedy-Serie anhand ihrer ersten Folge einschätzen zu wollen, wäre unfair, obwohl der Pilot von Black-ish durchaus bereits auf einem ähnlichen Niveau wie Modern Family oder Trophy Wife im Vorjahr agiert. Zu verdanken ist das in erster Linie dem, wie immer, sehr guten Anthony Anderson, allerdings ist der Vergleich mit Modern Family und Trophy Wife nicht von ungefähr gewählt, Black-ish fühlt sich schon sehr ABC-typisch an; sympathisch, aber harmlos, zum Schmunzeln, nicht zum Lachen. Abwarten.

How to Get Away with Murder – Review
Die Parallelen mit Scandal sind so groß, dass ich How to Get Away with Murder sein Potential nicht absprechen kann. Allerdings muss auch diese Serie allein von ihrem horizontalen Handlungsstrang getragen werden – und ob ein simpler, vorerst recht belanglos wirkender Mordfall dafür ausreicht, bleibt abzuwarten.

In den nächsten Tagen / Wochen folgen noch: Broadchurch (w/ American Accents), Mulaney, The Flash und The Affair. Zugegeben, die Ausbeute war vor ein paar Jahren schon mal besser, weshalb ich vermutlich auch über die ein oder andere alte Serie schreiben werde, wenn es sich denn lohnt. Unter anderem könnten das The Good Wife, Person of Interest, Scandal, Brooklyn Nine-Nine, Arrow und Homeland sein.

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Freier Journalist. Autor. Spielefan.

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