Gaming Monitor & Gamer PC: Der komplette Guide

Einen eigenen Gamer PC inklusive Gaming Monitor zusammenzustellen, ist nicht schwer: Auch Anfänger können sich im Jahr 2014 ohne große Vorkenntnisse einen eigenen, leistungsstarken Spiele-Computer basteln – und das zu einem sehr guten Preis, denn die Zeiten, in denen der PC den Konsolen hinterherhinkte, sind vorbei.

Dieser Guide soll Euch einen schnellen Überblick über die einzelnen Komponenten verschaffen und auch eine kleine Einführung in den Zusammenbau geben, unterteilt nach drei Leistungsklassen: Einsteiger, fortgeschrittene PC Gamer und “Profis”, was letzten Endes nichts anderes als eine zu blumige Unterteilung in die Preisklassen 500 Euro, 1000 Euro und etwa 1500 Euro darstellt.

Ein Einsteiger-PC reicht für grafisch durchschnittlich anspruchsvolle Spiele aus, der PC für den fortgeschrittenen Gamer stellt im Grunde alle aktuellen Spiele mit maximalen Grafikdetails flüssig dar, während der Profi-PC in erster Linie auf langfristige Performance angelegt ist und von aktuellen Spielen weitgehend unterfordert wird.

Darüber hinaus findet Ihr in unserem Guide viele weiterführende Links, die Euch mit zusätzlichen Infos rund um Gamer PC und Gaming Monitor versorgen. Dieser Artikel wird jeden Monat aktualisiert, jetziger Stand ist: Juli 2014.

01 CPU, Kühler & Mainboard

  • Einsteiger

  • Intel Core i3-4130
  • 3400 MHz
  • 2 CPU-Kerne
  • 512 KB Level 2 + 3072 KB Level 3 Cache
  • Intel HD Graphics 4400 GPU
  • no 8 Threads
  • no Übertaktbar
  • Boxed CPU-Kühler
  • GA-B85M-HD3 Mainboard

Die CPU, also der Prozessor, ist das Herzstück eines jeden Computers, der im wahrsten Sinne des Wortes den Takt vorgibt. Intel hat sich in den letzten Jahren von seinem einzigen echten Konkurrenten AMD wieder klar abgesetzt, weshalb in allen drei Preisklassen derzeit eine Intel-CPU schlagen sollte.

Das Mainboard, also die Hauptplatine, ist unmittelbar mit der CPU verknüpft, da Sockel und Chipsatz unbedingt zusammenpassen müssen, auch die Frage des Übertaktens des Prozessors stellt sich in diesem Zusammenhang: Nicht jede CPU und nicht jedes Mainboard ermöglicht das Übertakten.

Das aber ist ohnehin nur erfahrenen Spielern anzuraten, die noch ein paar letzte Frames pro Sekunde aus ihrem Gamer PC herausquetschen wollen. Derzeit ist in der Regel ohnehin die Grafikkarte der häufigere Flaschenhals.

Einsteiger: Für knapp 90 Euro sind Einsteiger derzeit mit einem Intel Core i3-4130 gut bedient. Der Prozessor verwendet die aktuelle Haswell-Architektur und enthält in der boxed-Variante bereits einen brauchbaren CPU-Kühler, der – auch mangels der Möglichkeit des Übertaktens – völlig ausreicht. Das Mainboard sollte einen B85 Express Chipsatz von Intel enthalten, das knapp 60 Euro teure GA-B85M-HD3 von Gigabyte ist eine gute Wahl, der Schnickschnack größerer Varianten verzichtbar.

Fortgeschrittene: Fortgeschrittene Spieler sollten in der Preisklasse um 1000 Euro zu einer CPU greifen, die zumindest die Möglichkeit des Übertaktens bietet, auch wenn es zumindest vorerst noch nicht notwendig ist. Der knapp 200 Euro teure Intel Core i5-4670K ist hierbei erste Wahl (das “K” am Ende ist das Kennzeichen für’s Übertakten), das Mainboard benötigt den Z87 Express Chipsatz. Das knapp 100 Euro teure MSI Z87-G43 stellt eine gute Option dar. Teurere Mainboards bieten mehr Features, die sich aber kaum auf die Leistung auswirken und daher nur unter bestimmten Umständen wie etwa dem SLI-Betrieb von zwei Grafikkarten notwendig sind.

Darüber hinaus braucht es in dieser Kategorie einen besseren CPU-Kühler als den mitgelieferten, wobei das Hauptaugenmerk auf einer geringen Lautstärke liegen sollte. Der gut 25 Euro teure Scythe Katana 4 erfüllt seinen Zweck.

Profis: In der Preisklasse über 1000 Euro stellt der Intel Core i7-4770K bereits seit einer Weile die erste Wahl dar, übersteigt die Kosten für den i5-4670K mit etwa 290 Euro allerdings auch um knapp 50 Prozent. Dafür ist man auch mittelfristig, falls die Hardware-Anforderungen im Laufe der nächsten anderthalb Jahre enorm ansteigen sollten, auf der sicheren Seite, der wesentliche Vorteil liegt in den maximal 8 Threads gegenüber den 4 Threads des i5-4670K begründet.

Auch hier kommt ein Mainboard mit Z87 Express Chipsatz zum Einsatz, über das genaue Modell sollten die erforderlichen Features entscheiden – grundsätzlich macht man mit dem Gigabyte GA-Z87X-UD3H für etwa 160 Euro nichts verkehrt.

Im Prinzip reicht auch für den i7-4770K ein CPU-Kühler wie der Scythe Katana 4 aus, wer es aber noch einen Tick leiser und kälter mag, greift auf eine Wasserkühlung wie die Corsair Hydro Series H60 für etwa 60 Euro zurück.

Lesenswert:

02 Grafikkarte

  • Einsteiger

  • Gigabyte GTX 660 OC
  • 1033 MHz GPU-Takt
  • 2048 MB RAM
  • 6008 MHz RAM-Takt
  • 960 Shadereinheiten
  • 130 Watt max.
  • 2560 x 1600 Pixel max.
  • yes Watch_Dogs inklusive
  • Fortgeschrittene

  • Sapphire R9 290 OC TRI-X
  • 1000 MHz GPU-Takt
  • 4096 MB RAM
  • 5200 MHz RAM-Takt
  • 2560 Shadereinheiten
  • 208 Watt max.
  • 4096 x 2160 Pixel max.
  • no Watch_Dogs inklusive
  • Profis

  • EVGA GeForce GTX 780 Ti
  • 980 MHz GPU-Takt
  • 3072 MB RAM
  • 7000 MHz RAM-Takt
  • 2880 Shadereinheiten
  • 250 Watt max.
  • 4096 x 2160 Pixel max.
  • yes Watch_Dogs inklusive

Die Grafikkarte gibt heute mehr denn je das Tempo vor, für das ein Gamer PC bei grafisch aufwendigen Spielen geschaffen ist: Die CPU bremst nur die wenigsten Spiele aus und der Arbeitsspeicher spielt, wie im nächsten Abschnitt noch erwähnt werden wird, derzeit kaum eine Rolle.

Die Grafikkarte jedoch ist von größter Bedeutung und sollte daher mit viel Bedacht ausgewählt werden – wenn das Budget noch Spielraum nach oben bietet, sind ein paar Euro mehr hier in der Regel am besten angelegt, auch weil das Preisleistungsverhältnis sich in den vergangenen Jahren enorm zu Gunsten der Spieler entwickelt hat.

Anders als bei der CPU gibt es bei der Grafikkarte zwei durchaus gleichwertige Konkurrenten: AMD und nVidia. Beide Hersteller haben ihre kleinen Vor- und Nachteile, in puncto Treiber-Support und Preisleistungsverhältnis sind die Unterschiede derzeit jedoch gering, weshalb man bedenkenlos sowohl zu AMD als auch zu nVidia raten kann.

Einsteiger: In einem Gamer PC für 500 Euro sollte gut ein Drittel des Gesamtpreises in die Grafikkarte investiert werden. Empfehlenswert sind derzeit in dieser Preisklasse die GTX 660 von nVidia und der R9 270X von AMD, die beide in der Regel mit 2 GB RAM ausgestattet sind und eine erstaunlich starke Leistung bieten, die auch für grafisch aufwendige Spiele derzeit noch ausreicht.

Bereits für etwa 150 Euro erhaltet Ihr die Gigabyte Geforce GTX 660 OC, eine MSI R9 270X Gaming schlägt mit gut 190 Euro zu Buche. Letztere bringt im Schnitt um die 20 Prozent mehr Leistung, ist allerdings – wie fast alle aktuellen AMD-Modelle – unter Last einen Tick lauter, als sie sein sollte.

Fortgeschrittene: In der nächst höheren Preisklasse sollte die Entscheidung derzeit zwischen einer GTX 770 sowie einer R9 290 fallen, jeweils mit 4 GB RAM, um auch mittelfristig gut aufgestellt zu sein. Empfehlenswert sind die GTX-770-Modell von MSI und Zotac für jeweils etwa 350 Euro, während das AMD-Pendant, wie etwa die MSI R9 290 GAMING 4G, wiederum mit knapp 50 Euro mehr zu Buche schlägt. Auch hier liegt das Plus an Geschwindigkeit im Schnitt bei etwa 20 Prozent, die deutlich teurere GTX 780 wird seit nVidias jüngstem Treiber-Update allerdings nicht mehr übertroffen.

Profis: Auch Profis kommen derzeit mit einer Grafikkarte bestens aus, der seltsamerweise so beliebte SLI-Betrieb, also das Hintereinanderschalten mehrerer Grafikkarten, ist zum normalen Spielegebrauch unnötig – und zwei mittelmäßige Grafikkarten sind in puncto Preisleistung fast immer schlechter als eine sehr gute.

An der Spitze liefern sich derzeit die Radeon R9 290X und die GTX 780 Ti einen Wettkampf, den letztere dank der aktuellen Treiber in den meisten Fällen für sich entscheidet. Das hat allerdings auch seinen Preis, denn eine ZOTAC GeForce GTX 780 Ti AMP! Edition etwa bewegt sich mit gut 600 Euro bereits am unteren Rand des Spektrums, während für eine MSI R9 290X GAMING 4G “nur” um die 500 Euro fällig werden. Die enorme Lautstärke vieler R9 290X ist das einzige echte Argument gegen den AMD-Chip.

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RAM Bild

03 Arbeitsspeicher

Das Thema Arbeitsspeicher lässt sich schnell abhaken: 8 GB RAM reichen sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene derzeit und auch auf absehbare Zeit vollkommen aus, während Profis zu 16 GB RAM greifen können, aber nicht müssen, sofern der PC in erster Linie für’s Gaming verwendet wird.

Arbeitsspeicher ist derzeit einigermaßen günstig, zudem hat sich die Qualität in den letzten Jahren in der Breite gesteigert, so dass es keine große Rolle spielt, ob Ihr zu Kingston, Corsair, G.Skill oder einer anderen Marke greift. DDR3-1600 ist im Normalfall genug.

Der einzige echte Tipp lautet hier: Kauft, wenn möglich, nur zwei “Riegel”, also entweder 2×4 GB RAM oder 2×8 GB RAM, denn das erhöht in der Regel die Stabilität gegenüber einer Vollbestückung leicht.

Festplatte Bild

04 Festplatten

Herkömmliche Festplatten haben sich in den vergangenen Jahren kaum weiterentwickelt, die Performance ist im Wesentlichen gleich geblieben, der Speicherplatz natürlich gestiegen, damit einhergehend aber erstaunlicherweise auch die Qualität: Waren Festplattenausfälle eine Weile keine Seltenheit, ist die Ausfallquote in den letzten Jahren gesunken – was aber natürlich kein Grund ist, nicht weiterhin regelmäßige Backups seiner Daten anzulegen.

Darüber hinaus gibt es mit den SSDs (Solid State Drives) eine enorm schnelle Alternative zum klassischen HDD (Hard Disk Drive), die allerdings ihren Preis hat und deshalb nur in bestimmten Konfigurationen wirklich zu empfehlen ist: SSDs können aufgrund ihrer hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeit Ladezeiten enorm verkürzen, bieten bisher für Spiele jedoch nur selten ausreichend bezahlbaren Platz.

Einsteiger: Ein HDD mit 1 Terrabyte Speicherplatz reicht für Einsteiger aus, um auch bei den gestiegenen Anforderungen an Speicherplatz neben Windows locker zwei dutzend Spiele unterzubringen. 7.200 Umdrehungen pro Minute sind schon seit Langem der Standardwert, den beispielsweise die Seagate ST1000DM003 für unter 50 Euro liefert.

Fortgeschrittene: Die derzeit häufigste Konfiguration für Fortgeschrittene ist die Kombination eines klassischen 1TB-HDD mit einem 120 GB fassenden SSD wie etwa dem ADATA S510 für etwa 90 Euro. Auf dem SSD werden dann Windows sowie die am häufigsten verwendeten Programme installiert, um den normalen Systembetrieb und das Booten möglichst schnell zu gestalten, auch ein, zwei Spiele finden hier üblicherweise noch Platz.

Auf dem HDD hingegen werden seltener gebrauchte Spiele sowie große Datenmengen (Filme, Fotos, Musik etc.) gespeichert, die von der höheren Lese- und Schreibgeschwindigkeit im Normalgebrauch kaum profitieren würden.

Profis: Sitzt das Geld wirklich locker, kann man darüber nachdenken, komplett auf SSD umzusteigen. Der Preis dafür ist allerdings enorm, ein Terrabyte bietet beispielsweise das Samsung 840 EVO erst für um die 450 Euro. Realistischer dürfte es in den meisten Fällen sein, zu einem 256 GB großen SSD für etwa 150 Euro zu greifen und zusätzlich ein HDD mit 1 bis 2 TB zu verbauen.

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Netzteil Bild

05 Netzteil

Aktuelle Netzteile unterscheiden sich im Wesentlichen nur in zwei Faktoren: Lautstärke und Leistung. Erstere ist naturgemäß vom Lüfter abhängig, doch selbst die lautesten Netzteillüfter können es in puncto Lautstärke nicht mit einem CPU- und den Grafikkarten-Lüfter aufnehmen. Letztere sollte schlichtweg abhängig von den verbauten Komponenten berechnet werden.

Eine klare Empfehlung auszusprechen, ist daher unmöglich, grob gesagt dürften Einsteiger aber bei maximal 500 Watt landen, Fortgeschrittene bei um die 600 W und Profis noch einen Tick darüber. Ein kleines Polster nach oben schadet nicht, größer als 20 Prozent muss es im Normalfall jedoch nicht sein.

Gute Netzteile zu weitgehend fairen Preisen stellen unter anderem Cooler Master, Thermaltake und be Quiet! her. Preislich ist zwischen 40 und 120 Euro fast alles drin.

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Gehäuse Bild

06 Gehäuse

Bis vor nicht allzu langer Zeit konnte man sagen: Das Gehäuse ist reine Geschmacksache, irgendein Midi-Tower reicht für so gut wie jeden Gamer PC aus. Geschmacksache ist ein Gehäuse auch heute noch, doch mittlerweile gibt es Grafikkarten, die aufgrund ihrer Länge das ein oder andere Gehäuse tatsächlich sprengen. Vor allem bei Grafikkarten mit drei Lüftern solltet Ihr im Zweifel lieber einmal nachmessen bzw. die Längenangaben vor dem Kauf vergleichen, um keine unangenehme Überraschung zu erleben.

Davon abgesehen, unterscheiden sich die Gehäuse in erster Linie in Ausstattung und Komfort. Praktisch ist die “moderne” Platzierung des Netzteils unten statt oben im Gehäuse, auch bereits verbaute Gehäuselüfter sind in der Regel nicht schlecht.

Weil der Geschmack eine große Rolle spielt, seien hier nur drei verschiedene Gehäuse in unterschiedlichen Preisklassen erwähnt, die alle gute Dienste erfüllt haben: Am unteren Ende des Spektrums befindet sich für etwa 35 Euro das Cooltek K2 Full-Black Rev. C, das leider über keine eingebauten Gehäuselüfter verfügt, aber sehr aufgeräumt daherkommt und die Montage auch Anfängern leicht macht.

Für gut 50 Euro gibt es das Zalman Z9 Plus, das nicht ganz so schick wirkt, dafür aber den Einbau noch einen Tick leichter gestaltet und bereits 4 Gehäuselüfter enthält – die für die meisten Konfigurationen vielleicht ein wenig überdimensioniert sind. Wer etwas mehr Platz braucht, greift zum Beispiel zum Cooler Master CM690III für etwa 90 Euro, das schick aussieht und zwei leise, meistens ausreichende Gehäuselüfter enthält.

Lesenswert:

07 Gaming Monitor

  • Fortgeschrittene

  • Beispielbild
  • BenQ GL2450HM
  • 24 Zoll
  • 1920 x 1080 Pixel
  • 12.000.000:1 Kontrast
  • 2 ms Reaktionszeit
  • yes Ergonomie
  • Features: Lautsprecher, BenQ Senseye
  • Fortgeschrittene

  • Beispielbild
  • Asus VS248H
  • 24 Zoll
  • 1920 x 1080 Pixel
  • 50.000.000:1 Kontrast
  • 2 ms Reaktionszeit
  • yes Ergonomie
  • Features: Aspect Ratio Control, Smart View, Asus Splendid
  • Für 3D-Gaming

  • Beispielbild
  • BenQ XL2720Z
  • 27 Zoll
  • 1920 x 1080 Pixel
  • 12.000.000:1 Kontrast
  • 1 ms Reaktionszeit
  • yes Ergonomie
  • Features: Motion Blur Reduction, Display Pilot, nVidia 3D Vision 2

Die Frage nach dem besten Gaming Monitor gestaltet sich etwas schwieriger als nach einem Gamer PC, da hier zahlreiche weitere Faktoren in die Antwort einfließen: Wie groß darf der Monitor sein? Welche Auflösung muss er haben? Soll er über 120 Hz verfügen und 3D-fähig sein? Wird er noch für andere Aufgaben als nur zum Spielen genutzt?

Grundsätzlich ist bei einem Gaming Monitor natürlich das Input Lag relevant, das aufgrund der verwendeten LCD-Technik und der notwendigen Nachbearbeitung zur Bildverbesserung bei dem ein oder anderen Gerät relativ groß ist, auch wenn es bei Weitem nicht so schlimm und wichtig ist, wie manche Hersteller und Magazine gerne glauben machen wollen. In dem Zusammenhang ist übrigens die häufig angegebene Reaktionszeit nicht mit dem tatsächlichen Input Lag zu verwechseln.

Einsteiger & Fortgeschrittene: Um es kurz zu machen: Sehr gute Gaming Monitore stellen unter anderem Asus und BenQ her – und die müssen bei einer derzeit recht üblichen Größe von 24 Zoll und mit 1080p-Auflösung auch nicht teuer sein; um die 150 bis 200 Euro sollten das Maximum darstellen, wenn der Bildschirm wirklich vorrangig zum Spielen verwendet wird.

Ein sehr guter Gaming Monitor ist beispielsweise der Asus VS248H, aber auch der BenQ GL2450HM, beide für etwa 150 Euro erhältlich. Sofern keine besonderen Ansprüche in Hinblick auf etwaige Zusatzfeatures gestellt werden, sind beides sehr gute Bildschirme.

Profis: Wer höhere Ansprüche hat, greift entweder zu einem 120-Hz-Display oder zu einem Gaming Monitor mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Auch hier haben Asus und BenQ überwiegend die Nase vorne: Knapp 500 Euro kostet derzeit der BenQ XL2720Z mit 144 Hz, sehr niedrigem Input Lag, 3D-Vision-Support und erstaunlich sinnvoller Motion Blur Reduction, die bei schnellen Spielen tatsächlich einen spürbaren Effekt aufweist.

IPS-LCDs mit 2560×1440 Pixeln verfügen meistens über ein etwas höheres Input Lag, was sie für Gamer nicht zu allerersten Wahl macht. Der Eizo EV2736WFS-BK beispielsweise lässt sich aber durchaus noch als Gaming Monitor bezeichnen und empfehlen.

Gamepad Bild

08 Peripherie

Der Gamer PC kann noch so gut sein, wenn es die Tastatur klemmt, die Maus hakt und die Kopfhörer brummen, kann auch die beste Hardware das Spielerlebnis nicht retten, weshalb die Peripherie nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Tastatur: Die Auswahl an Gaming Tastaturen ist riesig, die unzähligen Konfigurationsmöglichkeiten der komplexesten Tastaturen aber sind nur für sehr wenige Multiplayer-Spiele wirklich sinnvoll. Sofern Ihr Euch nicht zu den “Pro Gamern” zählt, die fast ausschließlich online zocken, sollte das Augenmerk daher vor allem auf einer gut verarbeiteten Tastatur mit angenehmen, nicht zu leichten Druckpunkten liegen.

Ganz vorne mit dabei ist die etwa 75 Euro teure CM Storm Quick Fire Rapid mit griffigen, mechanischen Tasten, aber ohne NumPad. Wer das braucht und das “Geklapper” einer mechanischen Tastatur vermeiden möchte, so angenehm die sich auch anfühlen, ist beispielsweise mit der Logitech K750, die so dünn und leicht ist, dass man sie bei Bedarf auch auf den Schoß legen kann.

Maus: Noch wesentlich wichtiger als die Tastatur ist vor allem bei Ego-Shootern und Echtzeit-Strategiespielen eine schnelle, präzise Maus. Auch hier gibt es spezielle Gamer-Mäuse, die zig Tasten zur freien Konfiguration bieten, dafür aber nicht immer ergonomisch und auch für Linkshänder nur selten geeignet sind.

Natürlich ist auch die Maus in gewisser Weise Geschmacksache, da unter anderem die Größe der eigenen Hände und das gewünschte Gewicht der Maus sehr individuell sind – im Zweifel also ausprobieren! Technisch gibt es viele sehr brauchbare Mäuse, darunter etwa die gut 50 Euro teure SteelSeries Rival Optical Gaming Maus, die eine hohe Präzision und Langlebigkeit verspricht sowie natürlich zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten bietet.

Gamepad: Weil immer mehr PC-Spieler sich vor den eigenen Fernseher statt vor einen Gaming Monitor setzen, haben Gamepads in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen, wobei sich allerdings ein klarer Standard herauskristallisiert hat, zu dem es kaum Alternativen gibt: Der Xbox 360 Wireless Controller für Windows liegt gut in der Hand, wird von nahezu allen wichtigen Spielen unterstützt, kostet nur um die 40 Euro und ist daher erste Wahl.

Wer das PlayStation-Layout der Analogsticks bevorzugt, hat mit dem Logitech F710 PC-Gamepad eine brauchbare Option. Einziges echtes Hindernis ist die enorm schwache Reichweite des Senders.

Kopfhörer: Wie auch bei der Maus gilt bei den Kopfhörern, dass man sie selbst ausprobiert haben sollte, um Sitz und “Ohrgefühl” wirklich einschätzen zu können. Das SteelSeries Siberia v2 Gaming Headset für gut 60 Euro überzeugt mit ordentlichem Klang und viel Komfort, sei aber nur als ein Beispiel für die vielen sehr guten Headsets erwähnt.

Lesenswert:

09 Konfigurationen

Wer sich nicht durch all vorherigen Unterpunkte schlagen will, findet hier noch einmal auf einen Blick unsere drei PC-Konfigurationen in den Preisklassen 500 Euro, 1000 Euro und über 1000 Euro, Stand Mai 2014.

Gamer PC für 500 Euro:

  • CPU: Intel Core i3-4130 – 90 Euro
  • Mainboard: Gigabyte GA-B85M-HD3 – 60 Euro
  • Grafikkarte: Gigabyte Geforce GTX 660 OC – 150 Euro
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3-1600 RAM – 60 Euro
  • HDD: Seagate ST1000DM003 – 50 Euro
  • Netzteil: be quiet! Pure Power L8 400W – 50 Euro
  • Gehäuse: Cooltek K2 Full-Black Rev. C – 35 Euro
  • Gaming Monitor: BenQ GL2450HM – 140 Euro
  • Gesamt ohne Bildschirm: ca. 500 Euro

Gamer PC für 1000 Euro:

  • CPU: Intel Core i5-4670K – 200 Euro
  • CPU-Kühler: Scythe Katana 4 – 25 Euro
  • Mainboard: MSI Z87-G43 – 100 Euro
  • Grafikkarte: MSI R9 290 GAMING 4G – 400 Euro
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3-1600 RAM – 60 Euro
  • HDD: Seagate ST1000DM003 – 50 Euro
  • SDD: ADATA S510 120 GB – 90 Euro
  • Netzteil: Cooler Master G550M 550W – 60 Euro
  • Gehäuse: Zalman Z9 Plus – 50 Euro
  • Gaming Monitor: Asus VS248H – 160 Euro
  • Gesamt ohne Bildschirm: ca. 1050 Euro

Gamer PC für über 1000 Euro:

  • CPU: Intel Core i7-4770K – 290 Euro
  • CPU-Kühler: Corsair Hydro Series H60 – 60 Euro
  • Mainboard: Gigabyte GA-Z87X-UD3H – 160 Euro
  • Grafikkarte: MSI R9 290X GAMING 4G – 500 Euro
  • Arbeitsspeicher: 16 GB DDR3-1600 RAM – 120 Euro
  • HDD: Seagate ST1000DM003 – 50 Euro
  • SDD: Samsung 840 Pro Series 256GB Basic – 160 Euro
  • Netzteil: Corsair CX600M 600W – 60 Euro
  • Gehäuse: Cooler Master CM690III – 90 Euro
  • Gaming Monitor: BenQ XL2720Z – 480 Euro
  • Gesamt ohne Bildschirm: ca. 1400 Euro

Bildquellen: flickr (Laineema, GBPublic_PR, Cognoscenti*, Tolbxela, Andrew Mason, robscomputer, futurilla)